Heinz Friedrich, 1922 bis 2004, ist bekannt als Gründer des Deutschen Taschenbuch Verlags (dtv), den er 30 Jahre lang als Verleger leitete.

Er war 1945 jung und schwerverwundet aus Krieg und Gefangenschaft zurückgekehrt und begann aus dem Nichts, ohne jede Berufsausbildung, einen ganz der Kultur und Humanität gewidmeten Lebensweg: zunächst Journalist und Schriftsteller, mit 25 Jahren Feuilleton-Chef und Mitbegründer der “Gruppe 47”, dann Rundfunkredakteur und Leiter des “Abendstudios” im Hessischen Rundfunk, wurde Friedrich Cheflektor der Fischer-Taschenbücher und anschließend Programmdirektor von Radio Bremen.

Ab 1961 Chef des neuen DTV, galt er schließlich als “größter Taschenbuch-Verleger Europas” (Joachim Kaiser). Weiterhin auch als Essayist und Kulturkritiker tätig, wurde er zum Präsidenten der Bayerischen Akademie der Schönen Künste gewählt. Die Universität München berief Friedrich zum Honorarprofessor für Germanistik und Buchwissenschaft.
Heinz Friedrich. Fotografie: Stefan Moses
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